Kosten & Controlling : Bärentango: Mit Risikomanagement Projekte zum Erfolg führen

Bärentango: Mit Risikomanagement Projekte zum Erfolg führen

EUR 17,00


Softwareprojekte zu managen ist Stress pur. Doch je höher das Risiko eines Projekts -- zum Beispiel durch extrem knappe Zeitpläne oder schwierige Kundenwünsche --, desto lohnender ist es oft auch. Und wer die Risiken scheut, überlässt der Konkurrenz das Feld. Also heißt es, das Risiko ganz bewusst zu akzeptieren und zu managen. Risikomanagement ist Projektmanagement für Erwachsene, ist die Meinung der beiden alten Hasen Tom DeMarco und Timothy Lister. Ihre Beispiele und Tipps aus der Praxis sind sowohl für noch unerfahrene Projektleiter als auch für Fortgeschrittene Gold Wert. Zwar konzentrieren sie sich in den Beispielen sehr auf ihre Spezialität, Softwareprojekte, aber die Erkenntnisse, die sie vermitteln, lassen sich auf Vorhaben aller Art anwenden. DeMarco und Lister sparen nicht mit beißender Kritik an den Führungsetagen. Die Fähigkeit, sechs unmögliche Dinge vor dem Frühstück zu glauben ist wahrscheinlich in keinem Job der Welt so sehr ein Bestandteil des Anforderungsprofils wie im Softwareprojektmanagement... von uns wird routinemäßig erwartet, dass wir uns dazu bringen, an Termine, Budgets oder Leistungsmerkmale zu glauben, die sich hinterher womöglich als Ding der Unmöglichkeit herausstellen, kommentieren sie und erziehen ihre Leser zu einer kritisch-skeptischen Haltung gegenüber Vorgaben von oben. Denn für besonders gefährlich halten sie die Wir-schaffen-das-Haltung, die besonders im amerikanisch geprägten Management zum guten Ton gehört. Die schlimmsten Organisationen sanktionieren unattraktive Voraussagen, nicht aber unattraktive Ergebnisse. Positives Denken wird zwar gern gesehen, lässt viele Projekt aber fatal enden. Das heißt nicht, dass man nicht selbst etwas tun kann, um die Risiken des eigenen Projekts unter Kontrolle zu halten. Witzig, treffend und auf den Punkt (wie von DeMarco nicht anders zu erwarten) analysieren die Autoren Fallgeschichten gescheiterter Projekte und leiten dazu an, Katastrophenszenarien durchzuspielen, damit es gar nicht erst zum Schlimmsten kommt. Nach dem Motto Unsicherheit klar eingrenzen zu können ist besser als komplette Unsicherheit lehren sie ausführlich und mit vielen Beispielen, wie man Risikodiagramme erstellt und dem Management präsentiert. Das ist eine Kunst für sich, die sehr viel mit Wahrscheinlichkeiten zu tun hat und dazu beitragen dürfte, dass so manche Terminvorgabe realistischer ausfällt. Darüber hinaus erklären DeMarco und Lister, wie man Kosten-Nutzen-Rechnungen für riskante Projekte macht und die Risiken so weit wie möglich vermindert. Und natürlich geben sie detaillierte Rezepte für ein professionelles Risikomanagement. Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. --Sylvia Englert

No risk - no fun! - Erfolg ist in den meisten Fällen direkt mit seinem Gegenspieler, dem Risiko, verbunden. Wie schon ein altbekanntes Sprichwort sagt: No risk, no fun!. Wer in einem Projekt jedem Risiko aus dem Weg geht, wird scheitern - das zumindest ist eine der Grundthesen von Tom DeMarco und Timothy Lister, die sie in ihrem Buch Bärentango vertreten. Den meisten IT-Arbeitern muss man die beiden Autoren gar nicht mehr vorstellen - kaum ein anderes Autorenpaar hat so viele Meilensteine im Projektmanagement gelegt wie sie. Schließlich arbeiten sie bereits seit über 30 Jahren als Berater und fast jedes ihrer Bücher enthält unschätzbare Weisheiten für den Projektalltag - vorgetragen in einem eingängigen und kurzweiligen Schreibstil, gewürzt mit hervorragenden Anekdoten.Wenn ihr nächstes Projekt kein Risiko birgt - lassen Sie die Finger davon. Eine ziemlich harte Aussage, aber auch definitiv eine wahre. Ein Projekt ohne Risiko verfolgt entweder kein lohnenswertes Ziel (denn sonst wäre es schon längst von der Konkurrenz realisiert worden) oder aber Sie haben einige Risiken übersehen oder gar mit Absicht ignoriert. In keinem Fall eine gute Sache. Aus diesem Grund plädieren DeMarco und Lister für ein rigoroses Risikomanagement. Schließlich kann man Risiken nur dann versuchen zu kontrollieren, wenn man sich ihnen bewusst ist. Und oft ist es der einzige Weg, der Das-schaffen-wir-Mentalität in Unternehmen beizukommen, denn Risiken kann man weder wegbeten, noch ohne Schaden ignorieren. Oder wie es die Autoren selbst sagen: Schlechte Dinge, die sich ereignen können (Risiken), ausdrücklich zur Kenntnis zu nehmen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen, ist ein Zeichen von Reife. Dabei vergessen sie aber nicht zu erwähnen, dass Risikomanagement natürlich auch seinen Preis hat und sowohl Geld als auch Zeit kostet. Doch dass es dennoch ein lohnenswertes Unterfangen ist, zeigen die Autoren im Verlauf vieler Fallbeispiele wirklich eindrucksvoll. Risikomanagement besteht aus einer Reihe von Teilaktivitäten, wie der Risikoidentifikation, der Risikobewertung, der Eventualfallplanung, der anschließenden Risikobewertung sowie einer fortlaufenden Beobachtung der Eintrittsindikatoren, gefolgt von einer abschließenden Post-mortem-Analyse um Verbesserungen voranzutreiben. Die Autoren gehen auf jede dieser Aktivitäten ausführlich ein und liefern nebenbei hervorragende Hinweise, wie man Risikomanagement im Unternehmen am besten etabliert.Im Laufe des Buches entwickeln DeMarco und Lister ein Rezept, anhand dessen der Leser seinen eigenen Risiken auf die Schliche kommen kann. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Unsicherheitsdiagramme lieben und werden Projekttermine mit anderen Augen betrachten. Mithilfe der Werkzeuge in diesem Buch werden Sie Risiken einzuschätzen lernen und sie visualisieren können. In summa: Sie werden ihre Projekte unter Kontrolle haben. Zwar werden deswegen immer noch nicht alle Projekte Erfolg haben, aber zumindest wissen sie schon früh, wenn Probleme auftreten, und erfahren es nicht erst drei Wochen, nachdem das Projekt für gescheitert erklärt wurde. Kurz und knapp: Wenn Sie für dieses Buch keinen Platz mehr auf ihrem Regal haben, wird es Zeit für eine größere Wohnung! :-)

Nicht nur für Programmierer - Auch wenn Tom de Marco aus dem Reich der Softwareentwicklung kommt, so kann jeder, der mit Projektplanung zu tun hat, aus diesem Buch gute und vor allem neue Erkenntnisse gewinnen.

Leichte Einführung in das Thema Risikomanagement für Manager - Diese Publikation passt so etwa in die Reihe ...für Dummys. Sie ist wirklich leicht lesbar und verständlich. Sie soll wohl eher den technisch nicht versierten Manager wachrütteln und ihn für das Thema sensibilisieren. Für die praktische Anwendung ist sie aber viel zu unverbindlich und oberflächlich. Hier bietet sich dann eher ein Standardwerk wie A Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK) an, welches dem Thema 20 großformatige Seiten mit expliziten Handlungshilfen anbietet.Leider ist das dem Buch zu Grunde liegende, von Tom deMarco programmierte Tool RISKOLOGY, das von einer im Buch angegebenen Internetseite geladen werden kann, grob fehlerhaft und führt zu völligen Fehleinschätzungen von Risiken (bedingt durch grobe Fehler in der Programmierung und der fehlenden Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeiten).

Standardwerk? - Das Buch kann sicherlich als Standardwerk zumThema Risikomanagement in Projekten bezeichnet werden. Kaum ein anderes Buch oder Veröffentlichung zu diesemThema erwähnt nicht das Werk von deMarco und Lister. Obwohl die Erkenntnisse aus dem Buch auch in anderen Branchen Anwendung finden können (und sollten), muss erwähnt werden, dass die Autoren sich hier ganz speziell mit IT-Projekten beschäftigen.Dem Buch ist deutlich anzusehen, dass es aus dem amerikanischen übersetzt wurde (im Original: Waltzing With Bears). Das macht sich zum einen durch die vielen Fallbeispiele (mit amerikanischem Bezug) bemerkbar. Zum anderen trägt der einfache (amerikanische) Erzähl-Stil deutlich zum besseren Verständnis bei.Ein leicht verständliches Buch (auch) zum Einstieg in Risikomanagement.

Bärentango - »Projekte ohne echte Risiken sind Loser - wenn ein Projekt kein Risiko birgt, lassen Sie die Finger davon« - zweifellos ist meistens der mögliche Gewinn direkt proportional zum Risiko. Doch wo liegen die Grenzen? Die Autoren führen aus, dass in den neunziger Jahren viele Unternehmen vor dem Risiko davonliefen - und untergingen. Um die Jahrtausendwende war das Risiko beliebter - aber wer nicht rechtzeitig aus dem Gewinnen ausstieg, sitzt heute noch auf wertlosen New-Economy-Aktien. Es kommt also immer darauf an, ob man Risiken sinnvoll abschätzen und möglichst ohne Gewinnbeeinträchtigung minimieren kann. Dieses Risikomanagement gewinnt immer noch an Bedeutung, in der Softwareentwicklung haben entsprechende Werkzeuge Hochkonjunktur. Doch kommt es auf die Erfahrung an, und die vermittelt dieses Buch.




Bärentango: Mit Risikomanagement Projekte zum Erfolg führen